„DLC meets Dachwig“ – 1.11.2019 bis 3.11.2019 – Ebby on tour!

Dachwig? Was ist das denn? Heißt einer meiner Lagotto-Kumpels so? Oder warum sprechen meine Herrschaften seit Tagen von nichts Anderem mehr? Und dann wurde es klarer, als Cheffe die Landkarte auspackte und mit dem Finger darüberfuhr, um den kleinen Ort zu finden, der sich im tiefsten Thüringen versteckte und den wir wohl schon bald besuchen sollten.

Die Chefin von „Trüffel“ – meiner Freundin aus Elxleben – hatte da wohl die Hände im Spiel. Sie, Julia, hat alles zusammen mit Heiko – das ist unser 1. Vorsitzender im DLC – organisiert. Da hatten sie alle Hände voll zu tun: Hotels prüfen und für Hundetauglich erklären, Wanderwege auskundschaften, Teilnehmer einladen und noch viel mehr.

Und dann machten wir uns auf unsere dreistündige Fahrt aus dem Havelland auf und kamen am Freitag, den 1.11. in Dachwig an. Bereits beim Aussteigen aus dem Auto bemerkte ich, dass meine beiden Zweibeiner das Schlottern begannen, das typisch für die ist, die nicht so ein schönes Lockenfell haben wie ich. Es pfiff aber auch ein kalter Wind um die Ecken, als wir am „Mühlenhof Bosse“ aus dem Auto stiegen. Gut, dass wir dort ein Zimmer bekommen hatten, da war es schön kuschelig und ich konnte direkt meine Kuscheldecken und Leckerli auspacken und wollte es mir schon auf dem Bett gemütlich machen. Aber, falsch gedacht! Die Zweibeiner waren der Meinung, sie müssten mit mir um die zugigen Ecken ziehen und unbedingt irgendwo einen Kaffee trinken. Fehlanzeige! In ganz Dachwig gab es kein einziges Café, wo Cheffe seine Lust auf Kuchen hätte stillen können. Aber wir fanden schließlich – in dem fast menschenleeren Ort – einen Laden, der hieß „tegut“ – warum, weiß ich nicht, denn guten Tee gab es da nicht. Aber an der Backtheke, an der auch die lecker duftenden Brühwürste auf einer Stange hingen, gab es wirklich Kaffeestückchen und auch dieses schwarze Getränk, auf das meine Herrschaften so scharf waren.

Ich durfte sogar mit in den Laden, weil die Verkäuferin so nett war und wir zuvor von zwei Mädels angesprochen wurden, ob wir ihnen 4 Cent geben könnten, damit sie sich einen Adventskalender kaufen können. Ts, ts, ts… hier gab es noch mehr Menschen, die uns um Geld baten! Kaum hatten wir an dem kleinen Tischchen Platz genommen, wedelten draußen ein paar Lockenköpfe vorbei, mit ihren durchgefrorenen Besitzern! Mama sprang ganz aufgeregt auf und rannte auf die Straße, um Neelo, Ameera und Chicca zu begrüßen, das war eine Freude! Und natürlich waren Karen und Liane mit dabei und wollten auch gleich Kaffee und Kuchen haben. Also hat Cheffe erst mal wieder Geld lockergemacht, für die beiden Mädels.

Versteht einer die Menschen? Da existiert in dem Ort eine „Alte Bäckerei“, in der es keinen Kaffee und auch keine Leckerlis für meine Menschen gibt, aber Schlafzimmer, Küchen und Badewannen. Und Karen zeigte uns auch sogleich ein Panorama-360°-Video auf ihrem Handy, wie es dort so aussieht.

Nachdem wir gerade wieder etwas wärmer wurden, mussten wir dann auch schon wieder raus, eine kleine Gassi Runde vor dem Abendessen muss ja sein, vor allem nach der langen Autofahrt. Und so sind wir zunächst mal dem Rat von Karen und Liane gefolgt, und konnten auf ein freies Feld laufen. Allerdings haben mich meine Zwei nicht übers Feld sprinten lassen, lag wohl an dem großen Feldhasen, den Mama schon von weitem gesehen hatte. Na gut, das wird morgen sicher ganz anders, wenn alle meine Freunde da sind und noch weitere Lockenköpfe kommen. 

Meine Herrschaften begleiteten mich nun wieder in unsere Hütte – auch so was! Namen haben die Zimmer hier: „Badehaus“ – aber weit und breit kein Schwimmbad im Hotel. Aber nett war die Hütte schon und ich durfte endlich auf meine Decke und zusammen mit den Zweibeinern noch ein kleines Nickerchen machen.

Um 18 Uhr gab es dann das erste gemeinsame Abendessen mit der Vorhut, in einem Zelt! Da saßen sie dann, die Zweibeiner und bibberten vor sich hin, dick eingemummelt in Vlies und Schals. Ich sag’s ja, lasst euch ein Lockenfell wachsen! Dann macht es auch nichts aus, wenn die Heizung im Zelt ständig ausfällt.

Dagegen musste etwas unternommen werden, und so jagte der tschechische Kellner, der Menschen mit Essen und Getränken zu versorgen hatte und bereits sehr im Stress war, vom Tresen zum Zelt und zur Heizung und wieder zurück. Karen gab ihm dann noch gute Ratschläge, was seine Atemtechnik anbelangte und so gelang es ihr, nicht nur Neelo zu beruhigen, der sich in eine kleine Pudeldame verliebte, die auch noch zum Zelt hereinspazierte, sondern auch den Kellner. Der sollte sich als witziger Begleiter unserer Reisegruppe herauskristallisieren, während unserer diversen Aufenthalte im Festzelt.

Oh! Natürlich! Ich muss ja auch noch die beiden Neuzugänge erwähnen, die auch noch am Freitag angekommen waren: zwei süße Mädels – Juna und Kathi – ihr könnt euch denken, was kommt? Neelo machte natürlich beiden sofort Avancen, was aber leider gar nicht so gut ankam, weil beide Hundedamen extrem schüchtern und vorsichtig waren. Dagmar und Maren waren zum ersten Mal hier in der Runde dabei und wurden sofort herzlich aufgenommen.

Als die Heizung dann endlich wieder ging, kam auch das Abendessen für die Zweibeiner. Es muss wohl recht gut geschmeckt haben und Nachtisch gab es dann auch noch, zumindest für Cheffe und mich.

 

Nach einem langen Tag begaben wir uns dann, nach der letzten Pi- und Pu-Runde in unsere Unterkünfte, um munter und fröhlich dem nächsten Tag entgegen zu blicken.